21 Tage zum neuen Leben?

 

 

Die Statistiken die sich mit Neujahrsresolutionen beschäftigen sind selten sehr motivierend. Ein Großteil der hochmotivierten „dieses-Jahr-wird-alles-besser“- Leute hat schon innerhalb der ersten Wochen vergessen, dass sie überhaupt einmal ernsthaft vorhatten etwas zu ändern. Das setzt meistens ein wenn die Feiertage rum sind und das normale, hektische Leben wieder einsetzt. Ich kenn das und habe für mich folgenden Hauptgrund dafür festgestellt:

 

Die Leute wollen zu viel!

 

Erstaunlicherweise fühlt man sich am Jahreanfang wirklich häufig so, als ob alles möglich wäre. Wenn man die Partybekanntschaft die eben verkündet hat ab 12 Uhr zum Triathleten zu mutieren irgendwann unterm Jahr nach Zielen fragen würde bekäme man wahrscheinlich eine viel weniger motivierte Antwort. Wieso? Wahrscheinlich ist es einfach nur in diesem begrenzten Zeitfenster gesellschaftlich akzeptiert eine 180 Grad Wendung zu planen.

 

Wozu führt das nun aber wenn man sich gleich so eine radikale Kehrtwende plant? Der innere Schweinehund meldet sich. Und er weigert sich im Normalfall, schon mal aus Prinzip. Gewohnheiten ändert man eben nicht so schnell. Oder doch?

Hier kommt jetzt der Ansatz der 21 Tage Theorie. Diese besagt, dass man etwas nur 21 Tage am Stück machen muss, um es zur Gewohnheit zu machen. Nur 21 Tage! Das klingt doch schon viel verlockender als ein Jahr! Finde ich zumindest. Und das heisst gleichzeitig auch, dass ich mir in einem Jahr 17 tolle neue Angewohnheiten zulegen könnte, wenn ich alle 21 Tage mit einer neuen anfange. Theoretisch könnte ich auch versuchen mir alle Angewohnheiten die ich bräuchte um z.B. nächstes Jahr den Iron Man zu überleben auf einmal anzugewöhnen.

 

Ist das sinnvoll? Nein! Auch das ist ein Problem mit den guten Vorsätzen. Alles soll sich auf einmal ändern. Klar für manche klappt das. Bei mir nicht. Bisher zumindest. Also lieber das Ziel in Kleinigkeiten zerlegen und dann versuchen in Etappen anzukommen. Und da ich mir auch lieber gleich einen Puffer einbaue und der Februar ja schon rum ist heisst das für mich: Ich habe noch genügend Zeit um mir gemütlich 10 neue gute Angewohnheiten anzutrainieren.

 

Und hier liegt glaube ich auch schon der nächste wichtige Punkt. Antrainieren. Nicht abtrainieren. Ich halte es für wesentlich einfacher etwas bewusst zu tun, als etwas bewusst nicht zu tun. Das Beispiel mit den rosa Elefanten bringe ich jetzt nicht, ich musste mir da auch noch nie einen vorstellen. Aber ihr wisst was ich meine.

Deshalb ist es so schwer nicht zu rauchen, keine Schokolade zu essen, keinen Alkohol zu trinken.

 

Angeblich kann unser Gehirn das Wörtchen nicht nicht verarbeiten …
Nur wenn ich mir vornehme keinen Sport zu machen, das klappt irgendwie immer.

 

Aber genug pseudowissentschaftlich daher geredet, was heisst das jetzt für mich und dieses Jahr? Ich werde diese Theorie mal testen. Am 01.03 fang ich an. Womit? Weiss ich noch nicht genau, wenn ihr ne Idee habt was ich mir unbedingt antrainieren sollte? Immer her damit. Und dann werde ich euch berichten wie es läuft. Ich fänds super wenn das wirklich klappt, dann bin ich Ende des Jahres Laura 2.0 😉

Ich bin gespannt wie´s läuft. Bis dahin!

Liebe Grüße,
Eure Laura

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