Müllfrei

Wie in meinem Post zu den guten Vorsätzen angekündigt, wollen wir dieses Jahr versuchen endlich weniger Müll zu produzieren. Bisher klappt das eher nicht so. Wie wir leider feststellen mussten geht das nicht so nebenbei und spontan.

Zum Glück habe ich inzwischen einige Inspirationen online gefunden, die sich dieses Ziel entweder auch für dieses Jahr oder schon länger gesetzt haben. Einige sind wohl schon komplett Müllfrei. Oder zero waste, wie man so schön neudeutsch sagt.

 

Was bedeutet Zero Waste?

 

Ich muss erst mal gestehen, dass ich mir nicht mal sicher bin, ob es eine schöne deutsche Übersetzung für Zero Waste gibt. Bisher habe ich nur null Müll gefunden aber ich würde zu müllfrei tendieren und das jetzt einfach für mich einführen.
Im engsten Sinne steht der Begriff also dafür, dass man überhaupt keinen Müll mehr produziert. Ich bin aber nicht sicher, ob die Definition von Müll einheitlich ist. Zählen da jetzt Dinge die ich zum Recycling in den Wertstoffhof bringe dazu oder nicht? Oder „nur“ Restmüll? Wie siehts aus mit Papier?
Da wir uns nicht gleich mit allem überfordern wollen werden wir das ganze Schrittweise angehen.

 

Die 6 Stufen zur Müllfreiheit

 

Laut der zerowastefamily gibt es 6 Schritte zur Müllvermeidung. Refuse, reduce, reuse, repair, recycle, rot. Also Vermeiden, reduzieren, wiederverwenden, reparieren, recyceln und verrotten. Die Trennung zwischen vermeiden und reduzieren finde ich allerdings etwas unscharf. Vielleicht sollte man refuse wörtlicher und zwar mit verweigern übesetzten. Dann wird klar, dass man sich im ersten Schritt aktiv wehren muss gegen Dinge die ohne eigenes zutun auf einen einströmen. Postwurfsendungen zum Beispiel. Oder kleine Mitbringsel von Ausflügen etc. Reduzieren bezieht sich dann eher auf das eigene Handeln. Und insbesondere auf den Einkauf. Und hier sind wir echt am Kämpfen im Moment.

 

Fehlersuche

 

Obwohl wir jetzt wirklich versucht haben bewusst einzukaufen ist unser Recyclingbehälter nach einer guten Woche schon wieder voll. Wir haben extra die Recycling Station die wir vorher hatten aufgelöst, damit wir gezwungen sind uns häufiger mit unserem Müll zu beschäftigen (deswegen bin ich auch ein Verfechter von Wertstoffhöfen statt dem gelben Sack. Wenn ich nämlich alles bequem in einen Sack schmeissen und vor die Tür stellen kann, wieso soll ich mich dann groß um Vermeidung kümmern?). Und dieses Mal habe ich den Müll beim sortieren mal genau analysiert, ihr könnt auf den Bildern also unseren wunderschönen Müll sehen.

Recycling- und Restmüll; hauptsächlich Folienverpackung

Ich war doch etwas erleichtert als ich festgestellt habe, dass ein großer Teil Gläser und Dosen waren. Aber ist das wirklich besser? Ich muss mich da noch schlau machen.

 

Lösungsideen

 

Für einiges haben wir schon eine Lösung gefunden. Wir werden jetzt nur noch beim örtlichen Metzger einkaufen, bei dem gibt’s nämlich die Ware immernoch schön altmodisch in Papier eingeschlagen. Herrlich. Mal abgesehen davon, dass wir froh sein können einen guten Metzger im Ort zu haben und das unterstützt werden muss.

Bei den, von meiner Tochter heiss geliebten, Milchbrötchen, Müsliriegel und dem Toast hilft dann wohl nur selber backen. Auch für die Batterien haben wir leicht Ersatz gefunden, Akkus. Obwohl wir hier ein Gerät im Haus haben, dass nicht mit Akkus aber sehr wohl mit den gleichwertigen Batterien funktioniert. Mal sehen was wir da machen. Sogar für die Haselnüsse habe ich wahrscheinlich eine Lösung gefunden. Allerdings erst ab Herbst, denn wir haben hier einige Haselnusssträucher im Garten und der große vom Nachbarn wirft seine Früchte direkt auf unsere Einfahrt.

Aber für die Mandeln? Die werden bei uns seeeeehr seeeeehr gern als Snack gegessen. Und einen unverpackt Laden gibt es hier nicht. Hat da jemand vielleicht einen Tipp für mich?

 

Plastikbecher für Milchprodukte

Und die Milchprodukte? Tatsächlich ist Creme Fraiche machen sehr simpel. Ich verlinke euch bald mal das Rezept von meinem Mann dazu. Aber für Quark habe ich noch nichts gefunden. Selbermachen klingt sehr aufwändig und im Glas gibt’s hier keinen.

 

Alles eine Frage der Zeit

 

Überhaupt scheint es viel aufs selber machen hinaus zu laufen. Habe ich nicht gelesen, das Müllfreiheit auch mehr Freizeit bedeutet? Wie das zusammen gehen soll erschließt sich mir noch nicht. Es liegen spannende Monate vor uns. Und noch viiiiiel mehr Recherche. Zum Glück habe ich ein Buch zum Thema geschenkt bekommen. Wenn ich damit durch bin kann ich euch das gerne mal vorstellen. Bis dahin!

 

Liebe Grüße

Laura

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